Chemie

DNA-Schäden


Methyltransferasen

Methyltransferasen übertragen Methyl-Gruppen auf bestimmte Basen der DNA. In Prokaryonten hat diese Methylierung vor allemdie Funktion, die eigene DNA vor dem Verdau durch das zelluläre Restriktionssystem zu schützen (Restriktions-Modifikations-System). Bei der Replikation kann die Zelle denneu synthetisieren (und damit noch unmethylierten) DNA-Strang vom ursprünglichen Template unterscheiden und entsprechend Fehler beider Replikation korrigieren. In Eukaryonten haben Methyltransferasen vermutlich eine etwas andere Funktion.

Auch wenn Bau und Funktion von eukaryontischen Methyltransferasen noch nicht verstanden sind, so sind deren Einflüsse aufdie Regulation des Zellzyklus unumstritten. Von eukaryontischen Methyltransferasen wird angenommen, dass sie eine wichtige Rolle inder Embryogenese und der Krebsentstehung haben. Die humane Methyltransferase Dnmt1 ist die momentan gebräuchlichste eukaryontischeMethyltransferase im molekularbiologischen Laboralltag. Sie erkennt hemimethylierte DNA an der Sequenz m5CG und methyliert ebenfallsam C5-Atom des Cytosins.

Die hemimethylierte Sequenz CpG dient als Erkennungssequenz und wird an der C5-Position des Cytosinsmethyliert.

Mit Methyltransferasen lassen sich folgende Themenbereiche untersuchen :

  • Die Blockierung von Restriktionsschnittstellen.
  • Die Genexpression in Abhängigkeit der CpG-Methylierung.
  • Radioaktives Markieren der DNA mit H3 (Tritium) oderC13.