Chemie

Historisches und chemische Eigenschaften von Vitamin C


Die Wirkungsweise des Vitamin C

Nur der Mensch und wenige Tierarten können Vitamin C nicht selbst synthetisieren. Hier steht der Bedarf an Vitamin C zunächstim Zusammenhang mit dem Schutz vor Skorbut - einer Krankheit, die sich schon mit der täglichen Zufuhr von nur 10mg Vitamin C effektiv vermeiden lässt.

Pflanzen und Tiere produzieren im Vergleich zu ihrem Eigengewicht jedoch wesentlich mehr Vitamin C. Im Organismus erfülltdas Vitamin C also auch andere Funktionen: So ist das Vitamin C für die Bildung des Collagens im Stützgewebe unentbehrlich undspielt eine wesentliche Rolle beim Eisentransport im Körper und als Radikalfänger. Die dabei ablaufenden (bio)chemischen Reaktionendes Vitamins sind sehr komplex und bis heute nicht ins Detail geklärt; sie beruhen vor allem auf dem starken Reduktionsvermögen derSubstanz

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zur Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen eine tägliche Zufuhr von 100mg Vitamin C (zum Vergleich: eine Orange enthält ca. 20-30mg). Ein erhöhter Vitaminbedarf (bis 1000mgd-1) besteht u.a. während der Schwangerschaft, bei Infektionskrankheiten und bei Rauchern.

Die Gabe deutlich höherer Vitamin C-Dosen (ca. 4-10gd-1) führt jedoch nicht, wie gewünscht, automatisch zur Überwindung oder Vorbeugung schwerer Krankheiten (wie z. B. Krebs).Der menschliche Körper ist nur in begrenztem Umfang in der Lage, Vitamin C anzureichern. Bei Erreichen eines Sättigungsgrades imBlutplasma erfolgen eine deutlich verringerte Aufnahme und ein Abbau von überschüssigem Vitamin C (in der Leber, teilweise in denNieren) unter Bildung von Oxalsäure, die mit dem Urin ausgeschieden wird. Bei sehr hohen Vitamin C-Dosen kanndie Bildung von Nierensteinen durch die erhöhte Oxalsäurekonzentration im Harn als Nebenwirkung auftreten.


Video: SciChallenge 2017 Vitamín C (Januar 2022).